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12Jun
13
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12. Jun 2013

Finale – perfektes Foodblogger Dinner

Ich habe mich gewundert, dass ich dann doch 1-2 Tage vor meinem Finaltermin etwas nervös wurde. Für Gäste (auch kritische) zu kochen ist für mich keine grobe Herausforderung mehr, aber für die perfekte Foodblogger Dinner Runde ist es ein anderes und ungewohntes Level, da wir ja auch nach strengeren Kriterien bewerten und alle Teilnehmer Kenner der Kochmaterie sind. (Den sonstigen Freundschaftsbonus gab es auch nicht dazu :)

Für mein Dinner habe ich mir den halben Freitag freigenommen und um Punkt 12h zu kochen begonnen. Letztendlich stand ich tatsächlich bis 18h in der Küche, sind für 3.5 Gänge doch jede Menge Schritte zu setzen.

Ich bin ein recht stolzer Koch, weil ich weiß, dass ich gute und selbst entwickelte Gerichte zaubern kann. Doch kommt hier Hochmut vor dem Fall?

Aperitif und Gedeck

Den West Indian Punch habe ich 10 Minuten vor dem Eintreffen der Gäste gemixt. Hier für mich alles perfekt, habe ich doch eine dunkle Vergangenheit als Barkeeper.

Fladenbrote, Pizzen oder Naan liegt mir auch sehr, da ich kaum mehr selber Brot kaufe. Somit ist mir auch das Naan (Highlite für die Gäste: Schwarzkümmel) gelungen, vlt. eine Spur zu dunkel.  Die Korianderbutter war auch sehr ausgewogen. Hier wird der Koriander im Mörser mit Salz zu einem Brei zerrieben und mit Butter vermengt und in schöne Päckchen geformt.

naan

Vorspeise

Nun mit meiner Vorspeise war ich gar nicht zufrieden. Ich wollte mir einen Zander für die Laibchen nehmen, hier war keiner verfügbar, deswegen habe ich auf Kabeljau gesetzt. Laut Verkäufer ein guter Laibchenfisch, ich finde das gar nicht. Er hat zu wenig fett und Klebeeiweiß. Die Fischlaibchen waren dadurch zu wenig cremig und fischig, vlt auch leicht trocken.

Der Orangen-Karotten-Ingwer-Salat war gut, mit frischen Bio-Orangensaft und Zeste, Sesamöl kommt hier sehr gut. Ich habe aber tatsächlich auf den Ingwer vergessen :/. Der Mandelschaum ist mir gar nicht gelungen. Für eine gute Schaum-Festigkeit habe ich mir extra Lecithin besorgt und es mit Mandelmilch und Mandelöl aufgeschäumt. Der Schaum wurde nichts und der Mandelgeschmack  (zu intensiv) hatte keine Harmonie mit dem Rest. (Stichwort: Kein Probekochen..)

laibchen

Hauptspeise

Hier ist mir alles soweit gelungen. Das Curry schön spicy (eigenes Currypowder), rund,  geschmeidig und die fruchtige Note am Gaumen perfekt. Das Huhn zart, nicht trocken. Ebenso der Kokosreis wie er gehört und das Pfefferminznockerl,  im Gegenspiel zu den Habaneroflocken ein Genuß.

curry

Nachspeise

Bisher rockten alle 3 Foodblogger die Nachspeise, ich nicht so ganz. Das Joghurteis ist mir sehr gelungen (kann man aber auch nicht viel falsch machen). Das Soufflee ist mir, wie beim Probekochen, zusammengefallen. Für mich war genügend Mangogeschmack da, aber durch den Zusammenfall fehlte jegliche Luftigkeit.

soufflee

Fazit und Urteil

Grundsätzlich sind meine Ansprüche immer hoch und ich würde mir in Summe 7 Punkte von 10 für den Abend geben. Würde man auch andere Kriterien bewerten, wie den reibungslosen Ablauf (keine stundenlangen Wartezeiten zw. den Gängen), das Weinservice (kein Self-Service) und/oder die Nähe zum Gast, wäre es noch ein Punkt mehr, aber wir hatten das bisher so nicht gesehen ;)

kuverts

Nach der klassischen Punkteauswertung unseres Systemes wäre ich vorne, hätte mir selber eher 7 gegeben.

punktedinner

Peter hat seine Meinung nach Abgabe nach unten korrigiert und Barbara war krankheitsbedingt ausgefallen. Deswegen haben wir uns auf ein ex aequo entschieden, 2. erste Plätze und 2. zweite Plätze. Ist für mich völlig in Ordnung, da es keine Preisvergabe gab ;)

Fazit: Es hat mir sehr Spaß gemacht in andere und neue Küchen zu schauen und neue (sehr nette) Menschen kennenzulernen, der fachliche Austausch über Kochen und Food war gegenwärtig. Ich bin sehr froh dieses Format gestartet zu haben und werde im September eine neue Runde ausrufen. Wer will kann sich schon bei mir anmelden: goldschwarz@liechtenecker.at

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